Aktuellen menschlichen Schätzungen zufolge werden täglich über 34 Millionen KI-Bilder generiert. ChatGPT geht sogar davon aus, dass die Zahl eher bei über 100 Millionen liegt. Wir leben in einer Welt, in der jede:r (fast) alles an Content selbst erschaffen kann.
Bedeutet das, wir als Kreative können einpacken? Ich glaube nicht.
Unbestritten, KI ist ein nicht-mehr-wegzudenkendes Tool für uns in der Contenterstellung und im Creative Producing. Wer es verpasst, sich hier aktuell optimal aufzustellen, kann tatsächlich einpacken.
Qualität, Kontinuität und Steuerbarkeit von Inhalten werden in diesem Jahr durch die Fortschritte bei Video-KI auf ein ganz neues Niveau gehoben. KI wird also auch im Produktionskontext, der über Layout- oder Testphase hinausgeht, zu einem echten Werkzeug für professionelle, zielgerichtete Produktionen werden.
Aber in einer Welt, in der jede:r alles erschaffen kann, geht es nicht mehr nur darum, was Maschinen leisten können. Sondern auch darum, welche Intention, Authentizität und Emotionen wir als Menschen einbringen und transportieren können. Denn am Ende steht im Mittelpunkt jedes Bildes, jedes Videos und jedes Inhalts nicht die Technik dahinter, sondern die Resonanz, die wir damit erzeugen können.
Wie erzeugen wir – Kreative und KI Hand in Hand – diese emotionale Resonanz für Marken?
Starke Craft
Echte Craft, die im wahrsten Sinne Handwerk greifbar und erfahrbar macht, ist entscheidend in guter Contentproduktion. Handwerklich hohe Qualität gibt Zuschauer:innen das Gefühl von ernsthafter Wertschätzung. Sie schafft eine Verbindung, die KI allein (noch) nicht erreichen kann. Kombiniert mit KI-Tools, ermöglicht starke Craft, Geschichten weiterzutragen, neue Perspektiven zu eröffnen und Markenbotschaften global zugänglich zu machen.
Greifbare Geschichten erzählen
„Mikrogeschichten“, die von persönlichen Momenten und den individuellen Perspektiven von Menschen erzählen, schaffen Nähe. Dadurch lassen sie die Zuschauer:innen noch tiefer ins Storytelling eintauchen. Ein sehr wichtiger Faktor für emotional überzeugenden Content.
Kulturelle Verankerung
Kulturelle Tiefe macht Produktionen einzigartig und hebt sie von generischen Inhalten ab. Geschichten, Bilder oder Filme, die tief in einer spezifischen Kultur verwurzelt sind, laden Zuschauer:innen ein, neue Perspektiven zu entdecken und stellen lokale Traditionen und Identitäten ins Zentrum.
Vielfalt und Inklusion
Geschichten, die authentisch inklusiv sind, schaffen nicht nur größere Identifikation bei den Zuschauenden, sie spiegeln auch die Realität einer globalen, vernetzten Welt wider.
Vielfalt an Menschen, Kulturen und Perspektiven zu zeigen, wird moderne Produktionen immer stärker prägen. Produktionen sollten dabei nicht nur Vielfalt abbilden, sondern auch im Team vielfältig besetzt sein.
Zusammenfassend gesagt: In einer Welt, in der KI uns nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bietet, ist Klarheit entscheidend. KI bietet Werkzeuge, um schneller, effizienter und individueller zu arbeiten. Aber ohne eine klare Strategie riskieren wir, in der Flut von Inhalten austauschbar zu werden.
Ich freue mich darauf, die vielen Möglichkeiten etablierter Produktionslogiken mit neuer Technik, Prozessen und Automatisierungen zu kombinieren.
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